Zehn Millionen: Hertha und HSV ringen um Lasogga

Für welchen Verein wird Pierre-Michel Lasogga in Zukunft spielen? Diese Frage ist nach wie vor ungeklärt. Die Fakten helfen dabei auch wenig: Der Angreifer weilte die letzte Saison zur Leihe beim Hamburger SV, wo er voll überzeugte und einen maßgeblichen Anteil daran hatte, dass die Hanseaten nicht abgestiegen sind. Nun soll er eigentlich zu Hertha BSC Berlin zurückkehren. Hamburg möchte ihn aber behalten. Die Vertragssituation von Lasogga macht die Situation spannend.

Hertha will mit Lasogga verlängern
Der Vertrag des 22-Jährigen in der Bundeshauptstadt läuft noch bis 2015. In diesem Sommer muss es deshalb eine Entscheidung geben. Hertha will das Arbeitspapier des Angreifers verlängern und bietet dem Vernehmen nach 2,5 Millionen Euro pro Jahr. Lehnt Lasogga ab, muss er noch vor der nächsten Saison verkauft werden. Zu hoch ist der Transferwert des Spielers, als dass Hertha auf dieses Geld verzichten könnte.

HSV will zugreifen – und muss zehn Millionen finden
Hier kommt der HSV ins Spiel, der durch seine Öffnung für Investoren wieder flüssig. Lasogga soll nach dem Willen von Hamburg-Gönner Klaus-Michael Kühne die Einstandsverpflichtung des neuen Bosses Dietmar Beiersdorfer werden. Berlin hat allerdings eine Ablöse in Höhe von zehn Millionen Euro aufgerufen. Hamburg wollte diese in Raten bezahlen und fing sich gleich ein Kopfschütteln aus der Bundeshauptstadt ein. An der Spree will man die gesamte Summe am Stück sehen, um gleich für passenden Ersatz sorgen zu können. Gut für die Hanseaten: Die englischen Vereine, die ebenfalls Interesse hatten, sind ob der Ablöseforderung aus Berlin offenbar ausgestiegen. Sollte es gelingen, die Ablöse aufzubringen – z.B. durch einen Verkauf von Calhanoglu – steht einem Transfer nichts im Weg, wenn der Spieler selbst auch noch grünes Licht geben sollte.