Gladbach muss ums Achtelfinale zittern

Borussia Mönchengladbach wurde am Donnerstagabend gegen den AC Florenz um den verdienten Lohn gebracht und muss nach der 0 : 1-Heimniederlage um den Einzug ins Achtelfinale der Europa League bangen.

Gladbach die bessere Mannschaft

Die Gladbacher waren über weite Strecken die bessere Mannschaft und hatten vor allem in der ersten Hälfte ihre Gegner aus Florenz bestens im Griff. Allein die mangelnde Torchancenverwertung verhinderte eine frühe Führung der Fohlen. Da gab es zum einen die hervorragende Kombination in der 14. Spielminute zwischen Fabian Johnson und Thorgan Hazard, nach der die Kugel zu Patrick Hermann kam, der sie dann aber direkt in die Arme von AC Schlussmann Ciprian Tatarusanu schoss. Zwei Minuten später wurde Patrick Hermann im Strafraum gefoult, doch der spanische Referee Jesus Gil Manzano sah keinen Anlass, auf den Elfmeterpunkt zu zeigen. Durch ihr schnelles Kombinationsspiel brachten die Fohlen den gegnerischen Strafraum des Öfteren zum Brennen, doch es gelang ihnen nicht, Tatarusanu zu überwinden. Raffael musste aufgrund eines Muskelfaserrisses pausieren, dafür kam der vorher Gelb-Rot-Gesperrte Kapitän Lars Stindl zurück. Kurz vor der Pause dann der Schock: Zunächst vergab Lars Stindl eine Riesenmöglichkeit zur Gladbacher Führung, wenige Minuten später machte es Bernardeschi besser und erzielte die Führung für die Gäste.

Kräfte ließen nach

Nach dem Seitenwechsel ging den Fohlen die Puste aus und die Torchancen wurden seltener. Allein Oscar Wendt und Josip Drmic kamen ab und zu mal gefährlich vor das Tor der Italiener. Zwar drängten die Fohlen in der Schlussphase noch auf den Ausgleich, doch dieser wollte nicht fallen. Auch die Gäste ließen es nach der Pause ruhiger angehen und kamen kaum noch zu zwingenden Tormöglichkeiten. Aufgrund des Auswärtstors stehen die Chancen auf ein Weiterkommen für Florenz besser als für das Team von Dieter Hecking.